Hast du den Mut zu scheitern?

Wir reden nicht gerne über Misserfolge. Es lässt sich leichter über all die schönen Dinge reden wie zum Beispiel neue Aufträge, eine neue Liebe, schöne Ferien, und, und, und. Aber – warum ist das so?

Das meist gehörte Wort in unserer Jugend ist das Wort «Nein». Das meist gefühlte Gefühl ist «Ablehnung». Kein Wunder also, suchen wir Dinge, wofür man uns Anerkennung schenkt. Kein Wunder also, verschweigen wir Dinge, wofür wir ein «Nein» oder das Gefühl «Ablehnung» ernten würden.

Dumm daran ist – dies verhindert Wachstum und Leben. Aus diesem Grund machen wir nichts mehr Neues, wir bleiben beim Altbewährten und setzen auf bekannte Wege. Viele Menschen sind bereits als junge Menschen schon „tot“. Sie warten einfach auf Ihre Beerdigung und dieses Warten heisst Leben. Jeder von uns kennt diese eine Person, die voller Elan war in ihrem Job. Kaum war sie pensioniert, hat sie schlagartig diesen Elan verloren, ist in sich eingefallen und irgendwie verkümmert. Nicht selten ist sie relativ rasch gestorben.

Es gibt Analysen darüber, dass Menschen, welche sich keine Ziele setzen und diese verfolgen eine um 8 Jahre geringere Lebenserwartung haben. Aber eben. Ziele setzen und diese nicht erreichen, das ist scheitern.

Um Ziele zu haben braucht es Mut. Man geht aus seiner wohl gefühlten Zone heraus, man verändert etwas. Und ja, man kann scheitern. Anders gesagt, man wird scheitern. Denn unser allseits ungeliebtes Scheitern gehört zu den Stufen des Erfolgs. Man redet einfach nicht darüber.

Als ich mich im Jahre 2006 selbständig gemacht habe, dachte ich, mir würde das nie passieren. Ich hielt mich für ein kleines unbesiegbares Wunder. Voller Enthusiasmus brachte ich mich an den Start der Jungunternehmer. Na ja – jedem Unternehmer unter euch muss ich nicht sagen, dass auch ich kein Wunder war und bin.  Auch ich habe erfahren, dass es regelmässig Nächte gibt, wo man kaum schlafen kann, weil man nicht genau weiss, wie man all das bewältigen soll. Auch ich habe Kunden verloren, die mir so sicher schienen. Auch ich habe nicht immer mit meiner Arbeit überzeugen können. Auch ich habe gegen andere verloren.

Trotzdem bin ich überzeugt, dass der Mut, für mich einzustehen, meine Ideen umzusetzen, mich lebendig halten. Die Mehrheit der Tage hole ich mir die Kraft in diesem Mut. Alleine schon das Niederschreiben meiner Ziele bringt mich derart in einen Fokus, dass ich manchmal fast platze vor Energie. Ich lese meine Ziele jeden Tag, nehme mir ein paar Minuten dafür Zeit und visualisiere sie. Unter Umständen revidiere ich Ziele, ergänze sie oder ersetze sie durch neue.

Ganz egal, wie Ihr das Jahr startet – nutzt es für euch und seid mutig. Kauft euch morgen ein Notizbuch, einen schönen Schreiber und fängt einfach damit an, aufzuschreiben, was Ihr im Jahr 2019 erreichen wollt: neues Wissen, neues Können, neue Dinge entdecken. Wer dies einmal getan hat, kann nicht mehr ohne. Seid etwas verrückt und mutig, denn Ziele sollen Herausforderungen sein.

Ich wünsch euch von Herzen ein wunderbares 2019 – wie wär’s einfach mal so richtig mutig zu sein?

Claudia

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